Bin neu hier und brauche Hilfe bei Entscheidung

  • Hallo,

    ich bin mit meinen Avenger vor Gericht: die Liste der Mängel ist extrem lang.

    Der wichtigste Punkt ist der Spurhalteassistent, der aktiv in den Gegenverkehr lenkt: das ist lebensgefährlich.

    Kofferraumöffnung funktioniert ab und zu, die Parksensoren reagieren selten, die Hinderniserkennung funktioniert bei rechts abbiegenden Fahrzeugen gut: ansonsten könnte ich auf das vorherfahrende Fahrzeug auffahren und es käme kein Pieps. Die Dichtung an der Fahrerseite war schon nach kurzer Zeit defekt. Die Wischautomatik ist übersensibel und dabei quietscht es ganz fürchterlich.

    Der Jeep fährt sich gut, aber die Assistenten sind nicht ausgereift und die Materialien sind nicht sehr hochwertig.

    Ach ja und noch ein Kriterium: der Gurt ist nicht höhenverstellbar und mich kratzt er am Hals.

    Alles in allem würde ich vom Avenger (meiner ist ein reiner Elektro und wurde im Oktober 2023 zugelassen).

    Ich bin froh, wenn nächstes Jahr das Leasing ausläuft und der Jeep zum Händler zurück geht.

  • So, es wird ein Renault Megane EV 60 220HP. Der hat mir sehr gut gefallen und laut Erfahrungsberichten aus Foren scheint der natürlich auch seine Wehwehchen zu haben, aber nicht so gravierend wie der Avenger. Zudem hatte sich der Jeep Händler tagelang nicht gemeldet. Irgendwie hatte ich kein gutes Gefühl, obwohl mir der Jeep alltagstauglicher vorkommt. Aber da waren zu viele Unbekannte...


    Danke für eure Rückmeldungen.


    Gruß Eckhard

  • Ich würde sagen, ein guter Händler ist fast mehr Wert als ein fehlerfreies Auto.

    Habe jetzt noch einmal 4 Türdichtungen auf Garantie bekommen, weil die langsam alle eingerissen waren.

    Wurde vom Händler wieder vorbildlich abgewickelt.

    Bei den ganzen Problemen die mein Fahrzeug hatte, will ich mir nicht vorstellen bei jedem Problem diskutieren zu müssen.

  • Hallo Eckhard,

    ich bin Micha und fahre seit 2 Jahren einen Avenger elektro Ausstattung summit. Wenn Du es noch nicht getan hast, würde ich Dir von dem Kauf abraten. Bei mir war es ein Vorführwagen von Brüggemann. Die 12V Batterie war nach ca. einem Jahr(noch keine zwei Jahre altes Auto) defekt. Laut ADAC hatte sie nur noch 3,4V, das bedeutet total Schaden. Stellantis hat keine Garantie darauf gegeben. Das wär ein Verschleißteil und kostete ca.300Euro mit Einbau. Vom Fahrzeug wird sie mit 14,8 im Hochsommer und sonst 15-15,2V geladen, das bedeutet ca.30A Strom und eine starke Verkürzung der Lebenszeit. Hab sie jetzt 13 Monate und sie geht noch... Die elektrische Heckklappe mußte ich im Menü abschalten, da mir die Fachwerkstatt gestand "die geht sowieso nicht richtig". Jetzt öffne ich sie händisch. Der Altitude hat sowas ja nicht, gut so. Fahrtechnisch ist der Avenger sehr gut und hat mich noch nie(bisauf die 12V Batterie) im Stich gelassen. Die Displays fallen beide abwechselnd mal aus(ca.1x im Jahr), aber das Fahrzeug fährt trotzdem.Sie gehen dann auch wieder manchmal nach Sekunden, manchmal nach dem Neustart am nächsten Tag. Softwareupdate gab es genau eines und zwar 2024. Es gibt keine Anhängekupplung und auch keine Dachlast. Bei einem Gebrauchtkauf unbeding Batteriezertifikat von der Hochvoltbatterie verlangen(am besten von AVILO). Das Fahrwerk selbst ist gut und tut geschmeidig seinen Dienst und auch die Türen schließen sehr leicht und zuverlässig. Das Laden ist von der Zeit her nicht mehr auf aktuellem Stand(am Schnellader mindestens 40min von 10 auf 80 Prozent). Seine Stärken hat er echt im urbanen Bereich so um die 200km um den Heimatstandort. Mit 100Prozent Ladung schafft er wohl die 300km im Sommer am Stück, gemischt mit Autobahn. Allerdings haben alle neuen Autos irgendwelche Macken, auch Premium Modelle über 100 000 Euro. Für Service bist Du an die teuere Fachwerkstatt gebunden, wegen der Hochvoltbattrie Garantie bis 7 Jahre. Wenn Du nicht zu Hause oder auf der Arbeit laden kannst, mußt Du Dich noch mit dem Ladedschungel rummachen, wo man schnell abgezockt wird und teurer fahren kann, wie mit aktuellen Diesel oder Benzinpreisen.

    Wenn Du magst biete ich Dir ein Treffen in real an.

    So für heute genug.

    Grüße von Micha (fahre noch gern meinen Avenger)

  • Hallo Eckhard,

    ich bin Micha und fahre seit 2 Jahren einen Avenger elektro Ausstattung summit. Wenn Du es noch nicht getan hast, würde ich Dir von dem Kauf abraten. Bei mir war es ein Vorführwagen von Brüggemann. Die 12V Batterie war nach ca. einem Jahr(noch keine zwei Jahre altes Auto) defekt. Laut ADAC hatte sie nur noch 3,4V, das bedeutet total Schaden. Stellantis hat keine Garantie darauf gegeben. Das wär ein Verschleißteil und kostete ca.300Euro mit Einbau. Vom Fahrzeug wird sie mit 14,8 im Hochsommer und sonst 15-15,2V geladen, das bedeutet ca.30A Strom und eine starke Verkürzung der Lebenszeit. Hab sie jetzt 13 Monate und sie geht noch... Die elektrische Heckklappe mußte ich im Menü abschalten, da mir die Fachwerkstatt gestand "die geht sowieso nicht richtig". Jetzt öffne ich sie händisch. Der Altitude hat sowas ja nicht, gut so. Fahrtechnisch ist der Avenger sehr gut und hat mich noch nie(bisauf die 12V Batterie) im Stich gelassen. Die Displays fallen beide abwechselnd mal aus(ca.1x im Jahr), aber das Fahrzeug fährt trotzdem.Sie gehen dann auch wieder manchmal nach Sekunden, manchmal nach dem Neustart am nächsten Tag. Softwareupdate gab es genau eines und zwar 2024. Es gibt keine Anhängekupplung und auch keine Dachlast. Bei einem Gebrauchtkauf unbeding Batteriezertifikat von der Hochvoltbatterie verlangen(am besten von AVILO). Das Fahrwerk selbst ist gut und tut geschmeidig seinen Dienst und auch die Türen schließen sehr leicht und zuverlässig. Das Laden ist von der Zeit her nicht mehr auf aktuellem Stand(am Schnellader mindestens 40min von 10 auf 80 Prozent). Seine Stärken hat er echt im urbanen Bereich so um die 200km um den Heimatstandort. Mit 100Prozent Ladung schafft er wohl die 300km im Sommer am Stück, gemischt mit Autobahn. Allerdings haben alle neuen Autos irgendwelche Macken, auch Premium Modelle über 100 000 Euro. Für Service bist Du an die teuere Fachwerkstatt gebunden, wegen der Hochvoltbattrie Garantie bis 7 Jahre. Wenn Du nicht zu Hause oder auf der Arbeit laden kannst, mußt Du Dich noch mit dem Ladedschungel rummachen, wo man schnell abgezockt wird und teurer fahren kann, wie mit aktuellen Diesel oder Benzinpreisen.

    Wenn Du magst biete ich Dir ein Treffen in real an.

    So für heute genug.

    Grüße von Micha (fahre noch gern meinen Avenger)

    Naja, um das mal etwas zu unterteilen:


    Alleine von der Spannung lässt sich noch kein Ladestrom ableiten. Es stimmt, dass direkt nach dem Starten der Ladestrom kurzzeitig 30 bis 40 Ampere oder mehr betragen kann, um die Batterie schnell wieder zu stabilisieren. Sobald die Batterie einen stabilen Ladezustand erreicht hat, regelt das System den Strom deutlich herunter – oft auf Werte zwischen 2 und 10 Ampere, um die Batterie schonend zu laden und die Spannung bei ca. 14 bis 14,7 Volt zu halten. Das alleine ist noch kein "Jeep Avenger typisches" Problem. Bei älteren Softwareständen der Stellantis-Plattform wurde die 12V-Batterie oft nur geladen, wenn das Fahrzeug fahrbereit („Ready“) war oder aktiv an einer AC/DC-Ladesäule lud. Bei längeren Standzeiten kann sich die Batterie entladen. Neuere Software-Updates haben jedoch Funktionen implementiert, bei denen das Fahrzeug auch im abgestellten Zustand bei Bedarf automatisch Strom aus dem großen Akku in die 12V-Batterie nachschiebt. Dass die Heckklappe nicht richtig funktioniert, kann ich bisher nicht bestätigen, die tut genau was sie soll. Vom piepen mal abgesehen, das sie leider auch sehr gut kann.


    Dem Avenger seine "langsame" Ladezeit als Mangel anzukreiden, ist auch nicht ganz fair. Diese ist erstens bekannt und keine Überraschung und zweitens versucht der Avenger auch gar nicht ein Langstreckenfahrzeug zu sein. Wer schneller laden möchte, muss zu anderen Modellen greifen. Der Avenger spielt seine Stärken, wie von dir schon gesagt, im urbanen Bereich aus. Genau das will der Avenger auch sein. Ich pendle jeden Tag in die Schweiz, bisher kann ich mich nicht beschwere, was die Reichweite und den Verbrauch angeht.

    Dass er weder Anhänge- noch Dachlast hat ist in der Tat ärgerlich, aber auch keine Überraschung. Hier gilt das gleiche: Anderes Modell wählen.

    Dass Man an Fachwerkstätten gebunden ist, bzgl. der Garantie, ist auch kein "Jeep Problem". Das gilt (Tesla ausgenommen) für alle Marken.

    Das letzte Argument mit dem "Ladedschungel" ist - entschuldige - das absurdeste. Wer Elektro fährt und nicht bereit ist, sich hier etwas einzulesen, darf sich über diesen Punkt nicht ärgern. Ja, die Situation ist nicht gut, das stimmt. Aber sie ist wie sie ist und nicht zu ändern. Gleiches kann man über jeden Handyvertrag, Stromtarif, Gas, Versicherungen, etc. sagen. Wer nicht vergleicht, zahlt möglicherweise zu viel.


    Zustimmen kann ich bei den Punkt Displays. Dass diese ausfallen und dann irgendwie schon wieder gehen, darf nicht sein. Bisher hatte ich das Problem nicht, trotzdem darf das nicht, zumindest nicht regelmässig vorkommen.




    Zusammenfassend kann man sagen, dass viele Deiner Punkte kein Problem eines Jeeps oder eines Avengers sind, sondern generelle Reibungspunkte zu sein scheinen. Hier ist Marke und Modell beliebig austauschbar. Der Frust darüber ist zu verstehen, aber nicht dem Auto per se anzukreiden.

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