Beiträge von Eggshen

    Chrysli


    Vorab – ich will meine Situation nicht verallgemeinern. Viel Ärger hätte vermutlich vermieden werden können, wenn Händler und Leasinggeber, idealerweise mit eigener Werkstatt, direkt vor Ort gewesen wären. War leider nicht so. Da hat es auch nichts genützt, daß mein Partner ein Jeep-Vertragshändler ist, der mir diesen 'Jahreswagen' mit wenig Kilometern angeboten hat. Anyway - beim nächsten Mal bin ich schlauer.

    Trotzdem sprichst Du einen Punkt an, der gerade bei neueren Fahrzeugen künftig an Bedeutung gewinnen wird: Was erfahren potenzielle Käufer später eigentlich über die "digitale Krankengeschichte" eines Autos? Bei klassischen Gebrauchten – und insbesondere bei Leasing-Rückläufern – gibt es ja lediglich eine Offenlegungspflicht bei Unfällen, offensichtlichen Karosserieschäden oder gravierenden Defekten am Antriebsstrang. Aber glaubst Du ernsthaft, dass Dir irgendwann jemand erzählt:


    „Ja, der Wagen ist wegen Softwareproblemen mehrmals stehengeblieben – aber jetzt läuft er (denken wir zumindest)…“


    Das wird Dir niemand sagen. Und das bleibt dann bestenfalls eine Anekdote in einem Forum – es sei denn, das Modell gerät irgendwann systematisch in Verruf.

    Der Avenger hätte das – konzeptionell – eigentlich nicht verdient. Aber mögliche Käufer sollten sich darüber im Klaren sein, dass man mit diesem Modell auch Pech haben kann. Und wenn der Service dann nicht funktioniert, wird’s richtig mühsam.

    Ich verstehe das mit der Rechnung nicht. Hat der Wagen keine Garantie mehr?

    Nein. Das ist ein Vorführwagen eines Jeep-Händlers mit EZ 30.5.2023. Der (erste) Schaden trat somit 20 Tage nach Ablauf ein (lasst es euch eine Warnung sein - von wegen Kulanz und so - und denkt bei diesem Auto ernsthaft über eine Garantieverlängerung nach).

    Ehrlich gesagt hatte ich das nicht wirklich auf dem Schirm, als ich das Fahrzeug im Juni 2024 geleast habe. Aber wie ich in einem anderen Thread schon sagte - magere 2 Jahre Herstellergarantie hätten mir zu denken geben sollen.

    Andererseits - wer rechnet bei einer Übernahme mit 5500 Kilometern und einem aktuellen Kilometerstand von knapp 14900 Kilometern mit sowas? Wobei ich es nach wie unfassbar finde, daß ein Hersteller wie Stellantis seit nunmehr 5 Wochen zu Stein geworden ist.

    Update 25.7.2025


    Nachdem die Karre nach drei Tagen wieder havariert ist (s.o.), kam heute die Rechnung für die erste erfolglose Aktion:


    1.045,21 Euro für Diagnose und Software-Update


    Die Typen haben echt Chuzpe...


    Ich bin auch selbstständig und würde vor Scham im Boden versinken, wenn ein Kunde sowas durchmachen müßte. Und dann 'on top' auch noch eine fette Rechnung zu schreiben - Mann, Mann...


    Und da Stellantis nach wie vor schweigt, wird das (erwartungsgemäß) wohl auf eine rechtliche Auseinandersetzung hinauslaufen.

    Echt traurig, da fehlen einem eigentlich die Worte.

    Interessieren würde ja nun, was hat man als Fehlerbehebung gemacht, kann doch nicht nur SW sein. Es fahren doch eine Menge Avenger mit unterschiedlichen SW Versionen.

    Ansonsten müsste man vor jeder neuen SW Version Angst haben, dass danach der Stellantis-Wurm drin steckt.

    Hallo Himari,


    da kann man nur noch sagen: in einer perfekten Welt...

    Ich hatte natürlich auch erstmal im Zuge der Abholung bei der Werkstatt gefragt. Eher einsilbige Antwort: nach Herstellervorgaben.

    Dann auch nochmal den Leasing-Geber angeschrieben, da mich das 'Fall-Management' von Stellantis (subjektiv empfunden) ge-blacklisted hat. Bisher auch ohne Feedback.

    Wieviel Zeit (und auch Geld) ich damit bisher verballert habe, ist echt unfassbar. Ich sehe schon den Weg durch die Instanzen...

    Update – leider keine Entwarnung


    Nach der Abholung meines Avengers am 19.07. (nach angeblicher Fehlerbehebung durch Software-Neuinstallation) lief das Fahrzeug zunächst unauffällig. Auch am 21.07. keine Auffälligkeiten, außer vielleicht, daß die 'READY'-Funzel nicht immer geleuchtet hat.


    Heute (22.07., rund 50 Kilometer später) dann der nächste Rückschlag:

    Nach dem Einkauf ließ sich das Fahrzeug nicht mehr aus „P“ schalten – es bleibt einfach stehen (wiederkeherende Meldung 'bei laufendem Motor': "Bremse betätigen und Start drücken"). Keine Fahrstufe anwählbar. Damit ist der Wagen erneut fahrunfähig.

    Der Avenger steht nun auf dem Parkplatz eines Supermarkts und lässt sich nicht mal verschieben.


    Fazit:

    Das Vertrauen in Fahrzeug und Support ist weiter auf dem Tiefpunkt.

    Von „Auto des Jahres“ zu „Auto am Rand der Parkbucht“ – es ist wirklich nicht mehr zu fassen.

    @Giorgio – danke für deinen Beitrag.

    Ich kann Deine Enttäuschung sehr gut nachvollziehen. Auch ich habe in den letzten Wochen zunehmend den Eindruck, dass man als Kunde bei Stellantis nur noch ein „Fall“ unter vielen ist – verwaltet, vertröstet, aber nicht ernsthaft betreut.


    Wie gesagt - mein Avenger (elektrisch, EZ 05/2023) ist am 20.06.2025 mit einem Fehler im Elektroantrieb liegengeblieben – 20 Tage nach Ablauf der Garantie. Seitdem versuche ich, über Werkstatt, Fallmanagement und Leasinggeber herauszufinden, was eigentlich los war. Ergebnis:

    Software neu aufgespielt, keine schriftliche Diagnose, keine Aussage zur Ursache – kein Beleg, keine Sicherheit.

    Die Übergabe fand ohne jegliches Protokoll statt – nicht einmal eine Unterschrift war nötig.


    Als Kunde bleibt man nach der sogenannten „Reparatur“ eher verunsichert zurück. Man fährt, aber nicht mehr unbeschwert.

    Es drängt sich sogar der Verdacht auf, dass diese Art der „informellen Schadensbehebung“ auch dazu dient, keine Spuren in der Fahrzeughistorie zu hinterlassen.

    Denn ein offener Werkstattvermerk zum Thema Antriebsausfall oder CAN-Bus-Störung macht sich beim Wiederverkauf ja nicht gut…

    Der Begriff „Fallmanagement“ wirkt inzwischen fast zynisch.

    Denn die einzige klare Botschaft lautet:

    Der Fall ist für uns erledigt – für Sie hoffentlich auch.


    Viele Grüße

    Karmien (ohne alles zu zitieren):

    ACK – ich sehe das ganz ähnlich, zumindest in weiten Teilen.


    Im Nachhinein werfe ich mir vor, die extrem kurze Herstellergarantie von nur zwei Jahren nicht kritisch genug hinterfragt zu haben. Das hätte für mich eigentlich schon eine rote Flagge sein müssen – ein stilles Eingeständnis des Herstellers, dass man selbst nicht wirklich ans Produkt glaubt.


    Was mich besonders ärgert: 20 Tage nach Ablauf der Garantie blieb mein Avenger mit einem Antriebsfehler liegen – und seitdem versucht sich Jeep/Stellantis komplett aus der Verantwortung zu ziehen. Null Support, keinerlei Bereitschaft zur Klärung, wochenlanges Schweigen.

    Ich hätte nicht gedacht, dass man als Kunde dermaßen im Regen stehen gelassen wird.


    Mein Eindruck ist: Jeep hat den elektrischen Avenger längst intern abgeschrieben. Die Verkaufszahlen sind ja mittlerweile unterirdisch – trotz des Titels „Auto des Jahres 2023“.

    Und selbst das wirkt rückblickend eher wie ein schlechter Witz.


    Ich muss meinen Leasingvertrag jetzt noch zwei Jahre durchziehen. Danach ist Jeep/Stellantis für mich Geschichte.

    Tatsächlich rief heute die ausführende Werkstatt an. Maßnahme nunmehr: komplette Software-Neuinstallation. Das war die Ansage von Jeep (an die Werkstatt), wobei das dann wohl ein Externer macht.


    Mann, Mann...in Anbetracht der (vermutlich) wahrscheinlichen Ursache ist das in etwas so, als würde man bei einem Hardware-Defekt erstmal Windows neu installieren. Operative Hektik ersetzt geistige Windstille - und das nach insgesamt 4 Wochen Werkstattaufenthalt.


    Ich will jetzt nicht übermäßig pessimistisch rüberkommen - aber ich habe den ganzen starken Eindruck, daß die eher im Trüben fischen. Insofern wird die nächste Havarie wohl nur eine Frage der Zeit sein.

    Design und 'Konzept' finde ich nach wie vor sehr gut, besonders die Abmessungen - der ist ja nicht viel länger/breiter, als ein aktueller Polo.

    Preis ist grenzwertig - aber auch da gibt es Optionen, z.B. Leasing.


    Aber nach meinen jüngsten Erfahrungen mit dem 'Service' von Jeep/Stellantis kommt ein Fahrzeug aus diesem Konzern für mich nie wieder in Frage. Da hat man schon fast den Eindruck, als würde das Service-Management die Ingenieure sabotieren und mit Absicht daran arbeiten, daß dieses Auto ein Mißerfolg in Markt wird (bzw. ist).